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[Serie] SPARTACUS: BLOOD AND SAND – Preview

20 Apr

(mf) Mit Spartacus: Blood and Sand steht uns eine weitere Verfilmung über den gleichnamigen Anführer eines nach ihm benannten Sklavenaufstandes im Römischen Reich der Antike ins Haus – diesmal gar in Serie. Und weil die zweite Staffel der Misfits weiter auf sich warten lässt, dachte ich, es könnte nicht schaden mal einen Blick darauf zu werfen. Hier nun ein kleiner Preview für Euch.

Nachdem AddOn Euch, exklusiv und als erster im deutschsprachigen Raum, bereits kurz nach dem Start von den Misfits berichtete, sind wir bei Spartacus: Blood and Sand ein wenig spät dran, denn die Serie gab bereits am 22. Januar diesen Jahres auf dem US-Pay-TV-Sender Starz ihr Debüt.

Wie der Name bereits vorwegnimmt, liegt der Fokus der in Neuseeland produzierten Serie auf der historischen Figur des Spartacus, dem römischen Sklaven und Gladiator, dessen Bedeutung und Einfluss bis weit in die Neuzeit reichte. Nur kurz zum geschichtlichen Hintergrund, denn dieser bildet logischerweise auch die Prämisse der Serie:

Spartacus

Ein aus Thrakien (östliche Balkanhalbinsel, die heute zu Bulgarien, Griechenland und der Türkei gehört) stammender namenloser Krieger wird nach Kämpfen gegen die Römer festgenommen und als Sklave im römischen Ort Capua an eine Gladiatorenschule verkauft. Nachdem er sich in der Arena Capuas sprichwörtlich “einen Namen” gemacht hat, flieht er nach einer Rebellion, zusammen mit anderen Gladiatoren aus der Schule des Batiatus und zieht, nachdem er etwa 200.000 weitere Sklaven um sich geschart hat, gegen die Römischen Legionen zu felde, was den sog. Dritten Sklavenkrieg (auch Gladiatorenkrieg oder Spartacus-Aufstand genannt) auslöst.

Crixus

Vor diesem historischen Hintergrund hangelt sich die Story der Serie nun entlang. Geschrieben wurde diese übrigens von Autor Steven S. DeKnight, der bereits Figuren wie Angel und Buffy und Serien wie Smallville Leben eingehaucht hat. Als Produzent mit von der Partie ist Altmeister Sam Raimi, der uns nicht zuletzt Spider-Man und Drag Me To Hell bescherte, sondern auch die grandiose Evil Dead Reihe, aber auch trashige Serien wie Hercules und Xena. Doch letztere verzeihen wir ihm natürlich gerne, denn immerhin bringt er für uns die Welt von Warcraft auf die Leinwand ;) .

Lucretia & Batiatus

Speaking of Xena.. Auch der Cast hat angenehme Überraschungen zu bieten. So ist Xena höchstpersönlich zugegen, wobei ich zugeben muss, dass die Warrior Princess Lucy Lawless im Alter attraktiver zu werden scheint. Sie spielt die freizügige Lucretia, die Frau des Quintus Lentulus Batiatus, welcher von keinem geringerem als dem genialen schottischen Schauspieler John Hannah gespielt wird. US-Serien-Schönheit Erin Cummings spielt Sura, Spartacus‘ Frau, und wurde nicht von ungefähr zum IGN Babe of the Day gewählt. Spartacus‘ härtester Rivale in der Arena, Crixus, wird von Manu Bennett verkörpert, der auch beim 1998er Cast von Xena dabei war und in einigen größeren Produktionen zu sehen war. Auch der Antagonist der Serie, der römische Legatus Gaius Claudius Claber, wird von einem bekannten Gesicht gemimt: Graig Parker, u.a. bekannt als Haldir of Lórien aus der Herr der Ringe Trilogie. Last but not least: Spartacus, der Held der Serie, wird von Andy Whitfield gespielt, der hierzulande bislang eher unbekannt ist und einem dennoch bekannt vorkommen müsste, da dieser doch ziemliche Ähnlichkeit mit Sam Worthington (Avatar) hat. Auch dies kein Zufall, denn ursprünglich war Herr Worthington für die Rolle vorgesehen. Trotz der eher bescheidenen Ausgangsposition, macht Andy Whitfield keine Anstalten die zweite Geige zu spielen, denn dieser macht einen verdammt guten Job, wie ich finde.

Sura

Nachdem ich Euch den historischen Hintergrund, Story und Mitwirkende ein wenig näher gebracht habe, stoßen wir nun zu des Pudels Kern vor: Das Look-n-Feel der Serie.

Ilithia & Claber

Es wäre ein wenig wie Kampf gegen Windmühlen, wenn man versuchen wollte, die Ähnlichkeit zu Ridley Scott’s Gladiator und Frank Miller’s 300 abzustreiten. Der Style von Spartacus: Blood and Sand ist derart dreist bei diesen beiden Blockbustern abgekupfert, dass nicht nur dieselben Farben (Gladiator-Sepia und 300-Nachtblau) zum Einsatz kommen, sondern auch fast komplette Kampfszenen ein Déjà-Vu nach dem anderen hervorrufen. Innovativ ist anders. Was auf einer Seite natürlich ein wenig traurig ist, sieht andererseits dennoch sehr gut aus. Denn im Zusammenspiel mit CGI, “musikvideoesken” Schnitttechniken, tonnenweise Kunstblut und Gore-Effekten entsteht ein plakatives, comicartiges Gesamtkunstwerk, das einem entweder, ob seiner Übertriebenheit, komplett kalt lässt oder eben restlos begeistert. So geschehen bei mir. Spartacus: Blood and Sand sieht genau so aus, wie ich es mir für eine solche Serie vorgestellt habe. Auch der exzessive Gebrauch von Fäkalsprache und die freizügige Darstellung von Sexualität gehören für mich hier einfach dazu, denn dass das Römische Reich zu dieser Zeit kein Ponyhof war, konnten wir schon bei Plutarch nachlesen.

Spartacus: Blood and Sand – Official Trailer

Mein vorläufiges Fazit:

Sicher, der Trashfaktor ist, besonders aufgrund der übertriebenen Optik, ganz klar gegeben. Und ich bin mir fast sicher, dass das von den Machern eigentlich nicht so gewollt ist. Aber wie eben so oft im Leben, entstehen die besten Dinge eher durch Zufall. Dieser dadurch entstandene eben doch sehr eigene Stil der Serie entbehrt nicht einer gewissen Ästhetik, die im Zusammenspiel mit der Story um Liebe, Ehre und Intrigen, wenn auch von Kritikern als viel zu dünn bemängelt, ein angenehm rundes Ganzes ergibt, das prächtig zu unterhalten versteht. Selbstverständlich möchte ich den Tag nicht vor dem Abend loben und so ist dies auch nur meine bescheidene und vor allem vorläufige Meinung. Es bleibt abzuwarten, ob das Gladiatorepos über längere Zeit begeistern können wird. Jedenfalls hoffe ich von ganzem Herzen, dass der gute Andy Whitfield aka. Spartacus bald wieder auf die Beine kommt, um in herrlich trashiger Manier den Sand der Arena mit dem Blut seiner Gegner zu tränken.

 
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Geschrieben von am 20. April 2010 in Serie, TV

 

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